Wien

Wiens Ordensspitäler: Trägervielfalt im Krankenhaus-System ist Voraussetzung für kostenbewussten Qualitätswettbewerb, Innovationen und Versorgungssicherheit

Presseaussendung der Wiener Ordensspitäler

Eine Vielfalt von öffentlichen und privaten Trägern im gemeinnützigen Spitalswesen sichert die Versorgungsqualität und die Wahlmöglichkeit für Bürgerinnen und Bürger. Fairer Wettbewerb und hohe Transparenz bei Leistungen, Qualität und Kosten kann zu einer sinn- und verantwortungsvollen Ausgabenkontrolle ohne Qualitätsabstriche beitragen, sagt Prim. Dr. Manfred Greher, Sprecher der Wiener Ordensspitäler. Das sei in Zeiten großer Herausforderungen im Gesundheitssystem und einer zunehmenden Unzufriedenheit besonders zu berücksichtigen.

Wien, Donnerstag, 4. Juli 2019 – „Eine Vielfalt von öffentlichen und privaten Trägern im gemeinnützigen Spitalswesen ist eine maßgebliche Voraussetzung für Wettbewerb, Qualität und Versorgungssicherheit“, so Prim. Dr. Manfred Greher, Sprecher der sieben Wiener Ordensspitäler und Ärztlicher Direktor des Herz-Jesu Krankenhauses Wien. „Trägervielfalt sichert sowohl die Wahlmöglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger als auch die Wirtschaftlichkeit.“

Das sei insbesondere in Zeiten großer Herausforderungen im Gesundheitssystem und einer zunehmenden Unzufriedenheit im Gesundheitssystem zu betonen, wie sie zuletzt zum Beispiel im „Gesundheitsbarometer“ der Wiener Ärztekammer zum Ausdruck kam.

Werden Krankenhaus-Leistungen von mehr als einem Träger angeboten, so schaffe das Anreize für Kunden-orientiertes Verhalten. „Der damit einhergehende Qualitätswettbewerb wird sich zum Vorteil der Patientinnen und Patienten auswirken“, sagt Prim. Greher. „Trägervielfalt bietet den Menschen außerdem die Möglichkeit, sich bei Bedarf genau dort behandeln zu lassen, wo sie es möchten.“

Wettbewerb ermögliche aber auch einen Kostenvergleich zwischen den Leistungen der einzelnen Spitalsträger: „Das kann, wenn es richtig gemacht wird, zu einer sinn- und verantwortungsvollen Ausgabenkontrolle ohne Qualitätsabstriche beitragen“, sagt der Sprecher der Wiener Ordensspitäler.

Eine Voraussetzung für Wettbewerb ohne verzerrende Momente ist eine hohe Transparenz bei Leistungen, Qualität und Kosten. Prim. Greher: „In einem System des fairen Wettbewerbs müssen alle gemeinnützigen Krankenhausträger ihre Leistungen unter gleichen Bedingungen und ohne einseitige Bevorzugung erbringen. Insbesondere müssen gleiche Entgelte für gleiche Leistungen erbracht werden.“

IHS-Studie: Trägervielfalt bietet hohe Patientenzufriedenheit und Innovationsdynamik

Das Institut für Höhere Studien (IHS) hat im Auftrag der Ordensgemeinschaften Österreich einen internationalen Vergleich zwischen öffentlich-gemeinnützigen, privat-gemeinnützigen und privat-gewinnorientierten Spitalsträgern erarbeitet. Ziel der Studie war es, die Bedeutung der Trägervielfalt im internationalen Krankenhaus-Kontext herauszuarbeiten und ihre künftige Bedeutung für eine qualitätsvolle und effiziente Gesundheitsversorgung zu analysieren.

Die Studie liefert Belege dafür, dass Länder mit verschiedenen Trägertypen eine hohe Patientenzufriedenheit und eine große Innovationsdynamik haben. „Private und öffentliche gemeinnützigen Spitalsträger sind dabei verlässliche Partner zur Erfüllung des öffentlichen Versorgungsauftrages. Gegenseitige Innovationsimpulse machen die medizinische Versorgung effizienter, qualitätsvoller und erhöhen damit die positive Erfahrung der Patienten“, so Prim Greher.

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