Wien

Typ-1-Diabetes: Das weltweit erste Insulinpumpensystem MiniMed™ 670G mit automatisierter Basalinsulinanpassung jetzt auch in Österreich

Mitteilung für die Presse von Medtronic

Erstmals steht jetzt in Österreich mit dem MiniMed™ 670G System das weltweit erste selbstregulierende Insulinpumpensystem für Menschen mit Diabetes Typ-1 zur Verfügung. Es misst die Glukose-Werte kontinuierlich und individualisiert und automatisiert die Abgabe des Basalinsulins 24 Stunden am Tag. Das innovative System erhöht deutlich den Zeitanteil, bei dem der Glukosespiegel im optimalen Zielbereich liegt. Damit ist das Unternehmen Medtronic seinem Ziel der Entwicklung eines vollständig automatisierten „Closed Loop“ Systems maßgeblich nähergekommen.

Wien, 17. Juni 2019 – Erstmals steht jetzt in Österreich mit dem innovativen MiniMed™ 670G System mit SmartGuard™ Technologie das erste selbstregulierende Insulinpumpensystem für Typ-1-Diabetes-Patienten zur Verfügung, das die Abgabe von Basalinsulin 24 Stunden am Tag individualisiert und automatisiert. Das System besteht aus einer am Körper getragenen Insulinpumpe und einem Glukosesensor, der kontinuierlich die Werte misst. Basierend darauf dosiert der MiniMed™ 670G Algorithmus die Abgabe des Basalinsulins. Damit ist das Unternehmen Medtronic seinem Ziel der Entwicklung eines vollständig automatisierten „Closed Loop“ Systems maßgeblich nähergekommen.

Das MiniMed™ 670G-System erhöht durch die automatisierte Basalinsulin-Abgabe deutlich die „Zeit im Zielbereich“: Diese wichtige Kenngröße für die Qualität der Einstellung des Glukosespiegels bezeichnet jenen Zeitanteil, bei dem der Glukosespiegel von Diabetes-Patienten im optimalen Bereich von 70-180 mg/dl liegt. Ziel des Diabetesmanagements ist es, diesen Zeitanteil zu vergrößern. Die Phasen mit zu hohen oder zu niedrigen Glukosewerten sollen möglichst kurz sein, weil sie unmittelbare gesundheitliche Folgen haben sowie zu langfristigen Komplikationen führen können.

Das Zusammenspiel der SmartGuard™ Technologie mit der neusten Generation des kontinuierlichen Glukose-Monitorings, dem Guardian™ Sensor 3, ermöglicht eine sich selbständig anpassende Insulinabgabe, um sowohl vor Über- als auch vor Unterzuckerungen zu schützen und um die Zeit im Zielbereich zu erhöhen. Die automatisierte Basalinsulin-Abgabe wird alle 5 Minuten entsprechend den Sensorglukosewerten angepasst. Mit dem MiniMed™ 670G System kann die Insulinabgabe automatisch gesteuert werden.

Weltweit gibt es bereits über 180.000 Anwender, die ersten Erfahrungen österreichische Experten sind ebenfalls sehr gut. Das neue MiniMed670G-System kann bereits in allen spezialisierten Diabeteszentren in Österreich verordnet werden.

OÄ Dr. Schütz-Fuhrmann: „Das System bringt Stabilität, Sicherheit und Zeitgewinn.

Studien zufolge befinden sich Anwender des MiniMed™ 670G-Systems über 70 Prozent des Tages im Zielbereich. „Die Patientendaten sind ermutigend, das System bringt Stabilität, Sicherheit und Zeitgewinn“, sagt OÄ Dr. Ingrid Schütz-Fuhrmann (3. Medizinische Abteilung mit Stoffwechselerkrankungen und Nephrologie, mit Ambulanz; KH Hietzing), Teilnehmerin bei einem MiniMed™ 670G-Pilotprojekt in der Einführungsphase. „Gut informierte und vorbereitete Menschen mit Diabetes Mellitus Typ 1 profitieren  durch eine deutlich geringere Schwankungsbreite  ihrer Glukosewerte. Das System verfügt über die notwendigen Sicherheitsparameter und erlaubt somit eine breite Anwendung. „Wenn die Erwartungen des Anwenders mit den Möglichkeiten des Systems gut abgestimmt sind, hilft diese Technologie, Zeit zu sparen.“

Univ.-Prof. Dr. Rami-Merhar, MBA: „Stabile Nächte bei Kindern dank MiniMed™ 670G.“

Das System hat die CE-Kennzeichnung für die Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 ab einem Alter von 7 Jahren erhalten. „Derzeit laufen Studien, um die Indikation auf jüngere Patientengruppen zu erweitern“, sagt Univ.-Prof. Dr. Birgit Rami-Merhar, Leiterin der Diabetesambulanz der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUniWien. „Vor allem bei Kindern gibt es eine große glykämische Variabilität, jede Nacht verläuft anders. Eltern, deren Kinder das System jetzt testen konnten, berichten von stabilen Nächten dank des MiniMed™ 670G-Systems. Und dass Sie jetzt wieder besser schlafen können, weil sie in der Nacht nicht mehr nachschauen müssen, wie es um den Glukosewert des Kindes steht. Es fällt vielen Patienten und Familien gar nicht so leicht, die Kontrolle der Glukose-Werte ihres Kindes aus der Hand zu geben, aber unsere Erfahrungen zeigen, dass sie dem System relativ rasch vertrauen und es arbeiten lassen. Das System arbeitet nicht alleine, aber wenn die Patienten den Aufforderungen der Pumpe folgen (z.B. Eingabe eines Blutzuckerwertes) und den Bolus immer vor dem Essen abgeben, dann funktioniert es gut und die Zeit im Zielbereich von 70-180 mg/dl ist verbessert. In der Kombination des MiniMed 670G-Systems plus Guardian™ Sensor 3 und motivierten Patienten ist das Ergebnis nach unseren Erfahrungen eine deutliche Verbesserung in der Diabetestherapie.“

Erfahren Sie mehr zu unseren Produkten unter www.medtronic-diabetes.at.

Darüber hinaus ist das System exklusiv mit dem Blutzuckermesssystem CONTOUR® NEXT LINK 2.4 von Ascensia Diabetes Care ausgestattet.

Erstattung in Österreich

In Österreich kann das MiniMed™ 670G-System bei folgenden Indikationen erstattet werden:

bei Insulinpumpentherapie oder funktioneller Insulintherapie mit dem Pen bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1, wenn auch nach Therapieoptimierung eine HbA1c-Senkung auf den individuellen Zielbereich nicht möglich ist;

bei schweren und/oder nächtlichen Hypoglykämien sowie bei Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörungen;

bei moderaten Hyperglykämien in speziellen Situationen, z. B. bei schwangeren Frauen zum Erreichen der prä- und postprandialen Zielwerte (EK Ib) und zur postpartalen Umstellung, bis eine gute Stoffwechselkontrolle erreicht ist;

bei schwangeren Frauen zur Verbesserung des neonatalen Outcomes (EK Ib);

bei Patienten mit einem HbA1c< 7,0%, welche das Gerät fast täglich (≥70%) nutzen, um Hypoglykämien zu vermeiden;

bei Patienten, welche mehr als 10 mal täglich den Blutzucker messen müssen, um ihr individuelles Therapieziel zu erreichen, und es damit zu einer wesentlichen Einsparung von Blutzuckermessungen kommt (50%);

bei Kleinkindern und Schulkindern, welche eine schlechtere Hypoglykämie-Wahrnehmung aufweisen, sehr sensibel auf Nahrung und Bewegung reagieren und Hypoglykämien oft nicht artikulieren können;

bei Jugendlichen mit schlechter Stoffwechseleinstellung und mangelhafter oder zu häufiger Blutzuckerselbstmessung;

bei Menschen, welche körperlich sehr aktiv sind, beruflich Tätigkeiten ausführen, die eine Glukosemessung erschweren und die eine höhere individuelle Sicherheit (z.B. bei Arbeiten an gefährlichen Maschinen) benötigen.

Über die Diabetes Group bei Medtronic

Medtronic arbeitet weltweit mit der Diabetes-Community zusammen, um das Therapiemanagement weiterzuentwickeln und die Diabetesversorgung zu transformieren. Die Ziele sind erweiterter Zugang zu Therapieinnovationen und integrierte Versorgung für bestmögliche Ergebnisse, damit Menschen mit Diabetes von mehr Lebensqualität und besserer Gesundheit profitieren können.

Über Medtronic

Medtronic plc (www.medtronic.com), mit Hauptsitz in Dublin, Irland, ist ein weltweit führender Anbieter von Medizintechnik, medizinischen Dienstleistungen und Lösungen, um bei Millionen von Menschen in aller Welt Schmerzen zu lindern, Gesundheit wiederherzustellen und Leben zu verlängern.

Aussagen über die Zukunft unterliegen den Risiken und Unsicherheiten, wie sie in den von Medtronic bei der Securities and Exchange Commission hinterlegten regelmäßigen Berichten dargestellt sind. Die tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von den Voraussagen abweichen.

Ascensia Diabetes Care und Contour sind registrierte Marken der Ascensia Diabetes Care Holdings AG.

Quellen:
Christiansen M, et al. Diabetes Technol Ther. 2017; 19(9): 1-11.
Iturralde E, et all. The Diabetes Educator. 2017; 43(2):223 – 232.
Christiansen M, et al. Diabetes Technol Ther. 2017; 19(9): 1-11.
Bergenstal, R. M. et al. Jama. 2016; 316 (16): 1407 – 1408.
Garg SK et al. Diabetes Technol Ther. 2017 Mar;19(3):155-163.

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